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Nachfolgestau im Mittelstand

Unternehmensübergabe in 2026

Nachfolgestau im Mittelstand

Der deutsche Mittelstand steht derzeit vor einer stillen, aber enormen Herausforderung: In den kommenden Jahren müssen so viele Unternehmen wie nie zuvor ihre Nachfolge regeln – und gleichzeitig zieht der M&A-Markt spürbar an. Für Inhaberinnen und Inhaber, die sich mit dem Gedanken an eine Übergabe tragen, ergibt sich daraus ein Zeitfenster, das sich zu nutzen lohnt.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache

Laut Institut für Mittelstandsforschung (IfM Bonn) stehen zwischen 2026 und 2030 rund 186.000 Familienunternehmen in Deutschland zur Übergabe an – ein Plus von 27 Prozent gegenüber dem vorherigen Fünfjahreszeitraum. Mit jeweils 57 tausend Betrieben stehen nicht nur kleinere Unternehmen aus dem Dienstleistungssektor, sondern auch Unternehmen des produzierenden Gewerbes an der Spitze.

Die KfW beziffert den Anteil der Mittelständler, die bereits 55 Jahre oder älter sind, auf 57 Prozent. Ohne rechtzeitige Lösung könnten bis 2029 jährlich bis zu 114.000 Unternehmen vom Markt verschwinden, weil sich keine Nachfolge findet.

Gleichzeitig erholt sich der M&A-Markt kräftig: Das europäische Transaktionsvolumen stieg zu Jahresbeginn 2026 um 40 Prozent auf rund 234 Milliarden US-Dollar – der stärkste Start seit 2018. In Deutschland lag das Plus sogar bei über 170 Prozent. Private-Equity-Fonds unter Verkaufsdruck, ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen mit Impulsen für Verteidigung, Infrastruktur und Industrietechnologie sowie sinkende Finanzierungskosten durch die sechste EZB-Zinssenkung in Folge sorgen für zusätzliche Nachfrage. Auch die Stimmung zieht mit: Die ZEW-Konjunkturerwartungen sind im August 2026 erneut gestiegen.

Kurz gesagt: Es gibt Kapital, es gibt Käufer – aber es gibt auch einen wachsenden Angebotsüberhang an Unternehmen, die eine Lösung brauchen.

Warum trotzdem nicht jeder Deal gelingt

Demografischer Druck allein macht noch keinen erfolgreichen Verkauf. In der Praxis scheitern oder verzögern sich Nachfolgeprozesse häufig an denselben Punkten:

Eine schwache Ertragslage und aufgeschobene Investitionen mindern die Attraktivität für Käufer. Fehlt eine zweite Führungsebene oder besteht eine starke Abhängigkeit von einzelnen Kunden, wächst das wahrgenommene Risiko. Hohe Kaufpreiserwartungen der Verkäuferseite treffen zunehmend auf eine selektivere Finanzierungspraxis der Banken. Und selbst wenn ein Deal zustande kommt, entsteht häufig eine Liquiditätslücke nach dem Closing: Der Kaufpreis bindet so viel Kapital, dass für dringend nötige Modernisierungsinvestitionen danach kaum noch etwas übrig bleibt.

Genau hier entscheidet sich, ob eine Nachfolge gelingt oder nicht. 2026, so ein aktueller Branchenkommentar, wird deshalb vor allem „ein Markt für gute Strukturierer“.

Was das für Unternehmerinnen und Unternehmer in NRW bedeutet

Wer eine Nachfolge oder einen Verkauf plant, sollte das aktuelle Marktumfeld aktiv nutzen – aber mit Substanz statt Zeitdruck. Drei Punkte machen dabei den Unterschied:

Erstens zahlt sich eine frühzeitige und ehrliche Vorbereitung aus. Ein belastbares Zahlenwerk und eine nachvollziehbare Unternehmensgeschichte sind heute wichtiger als ein möglichst hoher Wunschpreis.

Zweitens gehört eine durchdachte Finanzierungsarchitektur von Anfang an mit auf den Tisch – etwa Modelle wie Sale-and-Lease-Back, die dem Käufer nach dem Closing Handlungsfähigkeit sichern und damit die Liquiditätslücke entschärfen.

Drittens braucht eine gute Unternehmensbewertung Transparenz auf beiden Seiten: Nur wenn Verkäufer und Käufer dieselbe Zahlenbasis und dieselbe Geschichte verstehen, entsteht ein Preis, der für beide Seiten trägt.

Der richtige Ansatz ist unser Credo: Mehr Wert durch Transparenz.
Als Ansprechpartner für Unternehmensvermittlung, Unternehmensbewertung und Unternehmensberatung im nordrhein-westfälischen Mittelstand begleiten wir Inhaberinnen und Inhaber nicht nur bis zur Unterschrift, sondern denken die Struktur des Deals von Anfang an mit – damit aus einer Nachfolge ein tragfähiger Neuanfang wird, für beide Seiten.

Wenn Sie sich mit dem Gedanken an eine Unternehmensnachfolge oder -bewertung tragen: Sprechen Sie uns unverbindlich an.

FOBEKA GmbH, Hagen

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